Interview mit Frau Baltes

V.I.P.: Hallo Frau Baltes, wir bedanken uns sehr herzlich, dass Sie sich bereit erklärt haben, ein Interview zu geben. Am besten stellen Sie sich erstmal für alle vor, die Sie noch nicht kennen.

Frau Baltes: Mein Name ist Monika Baltes, ich bin neu an der Schule und sehr froh über meine feste Stelle hier. Meine Fächer sind Mathe und Erdkunde.

V.I.P.: Haben Sie vorher schon an anderen Schulen unterrichtet?

Frau Baltes: Ja, ich habe mein Referendariat in Hermeskeil am Gymnasium gemacht und habe danach als Vertretungslehrerin in Kusel gearbeitet. Aber ich bin sehr glücklich, dass ich jetzt in Saarburg gelandet bin.

V.I.P.: Was hat Sie angeregt, Lehrerin zu werden?

Frau Baltes: Also Lehrerin will ich eigentlich schon werden, seitdem ich weiß, was eine Lehrerin ist, weil ich es einfach schön finde, Menschen etwas beizubringen. Zudem mag ich es sehr gerne, mit Kindern zu arbeiten.

V.I.P.: Das klingt sehr schön. Wie wird man eigentlich ein*e Lehrer*in und wie sieht ein typischer Schultag für Sie aus?

Frau Baltes: Lehrer*in wird man, indem man sein Abi macht und Lehramt Studium an einer Uni vollzieht und dann kommen noch ein und ein halbes Jahr Referendariat, mit ganz vielen Prüfungen an der Schule. Wenn man diesen Prozess durchlaufen hat, steht dir nichts mehr im Wege. Der Schultag unterscheidet sich nicht großartig von eurem Schultag, aber zum Lehrer*in-Sein gehört eben noch dazu, dass man seine Stunden vorbereitet, die Korrektur von Klassenarbeiten, Notenvergabe etc.

V.I.P.: Sie sagten ja bereits, dass Sie Mathe und Erdkunde unterrichten, jetzt interessiert uns: Wie lange dauert es denn, so ein Fach zu studieren?

Frau Baltes: Das Studium dauert insgesamt fünf Jahre, das bedeutet drei Jahre im Bachelor und zwei Jahre im Master.

V.I.P.: Was mögen Sie besonders an Ihrem Beruf?

Frau Baltes: Die Arbeit mit den Kindern. Es ist sehr abwechslungsreich, es gibt immer wieder was Neues, immer neue Lerngruppen, auf die man sich einstellen muss. Zum Beispiel in der 5. Klasse mit ganz kleinen Kindern und die Oberstufe mit dann schon fast jungen Erwachsenen. Diese Abwechslung macht das immer sehr herausfordernd und spannend.

V.I.P.: Gibt es trotzdem vielleicht nicht so schöne Seiten an ihrem Beruf? Und wenn, welche wären das?

Frau Baltes: Oh, sehr gute Frage. Vielleicht die Zeit kurz vor den Ferien, wenn ganz viele Arbeiten geschrieben werden und diese dann korrigiert werden müssen.

V.I.P.: Da Sie ja Erdkunde-Lehrerin sind, wie stehen Sie zu der aktuellen Klima- Situation?

Frau Baltes: Durch die Klimakonferenz in Glasgow ist das ja auch sehr aktuell, da bin ich der Meinung und hoffe auch, dass viel mehr geschehen muss, wir hatten das Thema auch im Unterricht behandelt. Und auch nach den IPCC-Berichten ist es klar, dass wir in einer sehr sehr, sehr kritischen Lage sind und jede*r sollte jetzt gucken, was er selbst machen kann, aber vor allem Politik und Wirtschaft müssen deutlich mehr handeln, dass die Gefahren irgendwie noch abgewandt werden können.

V.I.P.: Haben Sie noch Verbesserungsvorschläge an das Gymnasium im Hinsicht auf das Thema Nachhaltigkeit?

Frau Baltes: Auf jeden Fall. Es findet auch bald die Projektwoche statt mit dem Thema Nachhaltigkeit, dort kann man nochmal viel an den Thema arbeiten und überlegen, was wir machen können, sicherlich würde hier baulich etwas gehen. Zum Beispiel hier im Altbau könnten die Fenster neu isoliert werden, aber da kenne ich mich noch nicht genug aus. Im Thema Mülltrennung sind wir gut aufgestellt, würde ich sagen.

V.I.P.: Noch ein anderes Thema, was wir ansprechen wollen, wäre das Thema: Mobbing in Schulen und wie Sie damit umgehen.

Frau Baltes: Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit Mobbing noch nicht so viele Erfahrungen gemacht habe, zum Glück. Ich habe auch das Gefühl, dass das in Saarburg kein riesengroßes Thema ist, aber bei Mobbing muss man auf jeden Fall als Lehrkraft eingreifen und was dagegen tun. Es ist heutzutage allerdings immer schwerer, da es mehr im Internet stattfindet und wir dann gar nicht den Zugang haben, um dort zu helfen.

V.I.P.: Haben Sie das Gefühl, dass Lehrer*innen manchmal bei dem Thema wegschauen?

Frau Baltes: Bewusst wird es, glaube ich, nie ignoriert, aber manchmal kriegt man es einfach nicht mit und dann können wir dort auch nicht eingreifen. Daher ist eine Offenheit zwischen Schüler*in und Lehrer*in umso wichtiger.

V.I.P.: Nun zur abschließenden Frage: Wie finden Sie denn das Gymnasium Saarburg bisher?

Frau Baltes: Die Schule gefällt mir wirklich sehr gut, ich bin super aufgenommen worden, ich bin ehrlich gesagt begeistert von den Schüler*innen, weil die einfach auch lernen wollen und im Unterricht fast immer aktiv sind, ebenso gibt es sehr wenige Störungen im Vergleich.

V.I.P.: Gut, das war auch schon die letzte Frage, wir bedanken uns nochmal sehr herzlich, dass sie sich Zeit genommen haben und wünschen Ihnen noch viel Spaß am Gymnasium Saarburg.

Frau Baltes: Ich bedanke mich auch sehr herzlich für das Interview.  

Originaler Autor: Greata Lehnert

Kommentare

2 responses to “Interview mit Frau Baltes”

  1. Avatar von Jakob Valentin
    Jakob Valentin

    Ein sehr gelungenes Interview! Ich finde die Antworten von Frau Baltes wirklich informativ und interessant. Vielen Dank dafür! 🙂

    1. Avatar von Redaktion

      Vielen Dank für das nette Feedback!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert