Die Schneeprinzessin

Verlor´n in einer Winternacht

wo Schnee Laternen seufzen lässt.

Ihr warmes Licht fängt Herzen ein

bei Kälte frierend Flocken messt.

Ihr Ritter stets an ihrer Seit´

doch er kein harter Eisenmann

Sein Geiste leicht, im Herzen rein

er zündet dorrte Blumen an.

„Prinzessin, ist Eur´Welt nicht wüst

zwar weiß doch jedes Herz vereist

das dieses Schlachtfeld auf sich nimmt

von fernem Lande hergereist.“

„Ihr habt ja Mund und Zung´, mein Herr“,

erhebt sie ihre Stimme kalt,

„seht selbst, dass niemand tauen kann

was winterlich gefroren alt.“

„Versteht, Prinzessin, mein Gebot.“

„So fahre nun der Herr doch fort.“

Er kniet im Schnee und zeigt empor

eine Blume, brennend, zärtlich vor.

„Ihr seht, Prinzessin, kein Eis, das bricht

doch fürcht´ich Kälte, Froste nicht

seht, die Blume, lebt und glüht

Für Euch – es ist mein Herz erblüht.“

Beitragsbild: https://images.unsplash.com/photo-1628818144466-856f7d477125?q=80&w=2070&auto=format&fit=crop&ixlib=rb-4.0.3&ixid=M3wxMjA3fDB8MHxwaG90by1wYWdlfHx8fGVufDB8fHx8fA%3D%3D

Kommentare

One response to “Die Schneeprinzessin”

  1. Avatar von
    Anonym

    Ein sehr, sehr schönes Gedicht. Es berührt einen innerlich!

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