Verlor´n in einer Winternacht
wo Schnee Laternen seufzen lässt.
Ihr warmes Licht fängt Herzen ein
bei Kälte frierend Flocken messt.
Ihr Ritter stets an ihrer Seit´
doch er kein harter Eisenmann
Sein Geiste leicht, im Herzen rein
er zündet dorrte Blumen an.
„Prinzessin, ist Eur´Welt nicht wüst
zwar weiß doch jedes Herz vereist
das dieses Schlachtfeld auf sich nimmt
von fernem Lande hergereist.“
„Ihr habt ja Mund und Zung´, mein Herr“,
erhebt sie ihre Stimme kalt,
„seht selbst, dass niemand tauen kann
was winterlich gefroren alt.“
„Versteht, Prinzessin, mein Gebot.“
„So fahre nun der Herr doch fort.“
Er kniet im Schnee und zeigt empor
eine Blume, brennend, zärtlich vor.
„Ihr seht, Prinzessin, kein Eis, das bricht
doch fürcht´ich Kälte, Froste nicht
seht, die Blume, lebt und glüht
Für Euch – es ist mein Herz erblüht.“


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