Es hatte nicht lange gedauert, bis ich es entdeckt hatte. Ursprünglich
sollte es ein friedlicher Spaziergang mit meiner Familie werden, bei dem
wir an der Mosel entlang wanderten. Doch ich hatte andere Pläne.
Während andere Kinder sich über besonders schöne Blumen freuten,
blieb mein Interesse an dem Brötchen hängen, das bei einem steinernen
Ufer unter der Wasseroberfläche lag.
Ich hatte keine Ahnung, wie lange es dort schon war, allerdings musste
es mit Sicherheit eine LANGE Zeit gewesen sein. Ich schritt auf das
schräge Ufer zu, um es genauer zu begutachten. Auf dem Grund, nicht
weit von mir en erntfernt, lag das Brötchen, aus dem – so schien es – zwei
seltsame, schwarze Ranken wuchsen. War es etwa lebendig geworden?
Ich wusste nicht, wieso, allerdings beschloss ich, dass kleine Brötchen
irgendwie aus dem Wasser zu holen. Ich suchte mir einen langen Stock,
um es damit zu probieren. Jedoch übersah ich, dass die Stelle, wo das
Wasser auf den Stein traf, mit Algen überzogen war. Und so glitt mein
Fuß ab und ich spürte die Kälte des Wassers an meinen Beinen.


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