Nach langer Planung stand endlich alles fest. Das Reiseziel sollte eine Jugendherberge in Berchtesgaden sein. Für Sonntag und Freitag waren An- bzw. Abreise geplant. Montags, am ersten Tag, sollte der Hintersee besucht werden, für den darauffolgenden Tag ging unsere Reise nach Salzburg und am Mittwoch würde sie uns alle gemeinsam ins Salzbergwerk in Berchtesgaden führen. Der Donnerstag sollte aus einer Bootsfahrt und Freizeit am Königssee bestehen.

Bereits am Sonntag realisierten einige von uns, dass diese Woche ein absolutes Highlight in unserer Schullaufbahn werden würde. Begleitet von Supercars wie Porsche gt3rs und einigen Lamborghini fuhren wir in Richtung Berge. Insgesamt dauerte die Anreise mit Pause ca. 9 Stunden. An der Jugendherberge wurden dann zuerst die Zimmer inspiziert und dann ging es so langsam auch schon zum Essen. Anschließend wurde noch Tischtennis gespielt.
Der erste Morgen in Berchtesgaden begrüßte uns mit tristem Regenwetter und tiefhängenden, grauen Wolken. Doch trotz des Wetters sollte der Ausflug wie geplant durchgeführt werden und wir fuhren zum Hintersee, wo wir durch den sogenannten „Zauberwald“ wanderten. Nach einer Stunde nutzten einige Schüler die Gelegenheit und fuhren mit dem nächsten Bus zurück zur Ausgangshaltestelle, bzw. nutzten manche die Chance und erkundeten Busfahrpläne und Berchtesgaden als Dorf. Nach einem kurzen Abstecher in die Jugendherberge machten zwei Freunde und ich uns auf den Weg zum Fitnessstudio. Als wir zurückkamen, wartete Michel, unser Busfahrer, schon auf dem angrenzenden Rewe-Parkplatz auf uns. Während unseres Abstechers in die Jugendherberge hatten wir nämlich noch am selben Abend einen Ausflug zur „Watzmanntherme“ organisiert. Zurück in der Jugendherberge fielen die meisten erschöpft von den Anstrengungen des Tages auf die Matratzen und waren froh über den erholenden Schlaf, der bald über uns kam.

Der zweite Morgen begrüßte uns mit einem grauen, bewölkten Himmel, nur ab und zu schienen die umliegenden Berge die Wolkenwand zu durchbrechen. Als wir in den Frühstücksaal kamen, sahen wir, dass es Eier gab, was die meisten sehr freute. Nach dem Frühstück ging es auf die Zimmer, um sich für den Ausflug nach Salzburg zu rüsten. Auf dem Weg zur Geburtsstadt Mozarts schien das Wetter besser zu werden, es kam die Sonne raus und sogar die Wolken verzogen sich größtenteils. In Salzburg angekommen, war der erste Punkt auf der Liste die Besichtigung vom Haus der Natur. Von Dinosauriern über Technik bis hin zu Dioramen bot das „Haus der Natur“ alles, was man sich vorstellen konnte. Nach dieser wissenschaftlichen Erkundung zog es die meisten raus in die Stadt. Die Gruppe, in der ich mich befand, wollte erst etwas essen. Danach zog es uns weiter in Richtung Altstadt, wo wir erst nach einem schönen Café für später suchten und dann durch das eine oder andere Geschäfte schlenderten. Gegen 15 Uhr fanden wir dann Platz im Café Mozart, wo wir uns etwas Warmes zu trinken und einen leckeren Apfelstrudel bestellten. Leider schien Salzburg traurig zu sein, als wir gehen mussten, denn die letzte Stunde, bevor es wieder zum Bus ging, hat es sehr stark geregnet. Nach dem Abendessen ließen es sich ein paar Schüler nicht nehmen, das Gespräch mit den Lehrern und dem Weltklasse-Busfahrer zu suchen, es entstanden spannende, witzige und lehrreiche Diskussionen über allerlei Themen.

Am nächsten Morgen war das Wetter schon deutlich besser und alle freuten sich schon auf die bevorstehende Führung durch das Salzbergwerk Berchtesgaden. Zu Beginn musste jeder in einen Overall steigen und dann ging es auch schon los. Wir fuhren mit einem lorenartigen Zug 650 Meter in den Berg hinein, bis wir auf einen großen Sammelplatz kamen, von dort aus ging es weiter zur Salzkathedrale mit einer großen Holzrutsche. Am Ende der Rutsche begann das Stollensystem, welches uns an einer Steinsalzgrotte, einem Modell des Salzabbaus, einem Streckenvortrieb und einem Bohrspülwerk vorbeiführte. Danach erwartete uns eine zweite Rutsche. Am Fuße der Rutsche waren alle von dem Ausblick verblüfft. Vor uns erstreckte sich der Spiegelsee in seiner gesamten Schönheit. Eine Bootstour über den See mit Licht und Musikspiel folgte und am anderen Ufer konnte jeder von der Sole probieren, die dort aus einem Hahn floss. Der Warnung vor dem sehr salzigen Wasser kam natürlich nicht jeder nach und diejenigen, die anstelle von einem Finger mit der gesamten Hand Wasser schöpften, verzogen prompt die Gesichter, was in genüsslichem Gelächter endete. Den Tag ließ ein Großteil bei einem Entspannungsbad in der „Watzmanntherme“ ausklingen, auch hier fuhr uns wieder der Michel hin und zurück.
Auch der letzte Tag sollte nicht langweilig werden. Es ging zum Königssee. Dort machten wir eine Tour zur Kirche Sankt Bartholomä, wo einige die Kirche besichtigten oder um den See herumspazierten. Ein Freund und ich machten uns auf die Suche nach einer geeigneten Stelle, um in den Königssee zu gehen, denn wir wollten wie angekündigt schwimmen gehen. Die entspannten 8 °C Wassertemperatur erfrischen unser Gemüt und belebten die Seelen. Nach einigen Schwimmzügen mussten wir wieder raus, denn wir wollten das Boot noch rechtzeitig erwischen. Im Boot waren wir uns einig, dieses Erlebnis werden wir nie wieder vergessen. Auch dieser Abend wurde nun mit schönem Programm gefüllt. Einige grillten, andere begnügen sich mit dem Abendessen der Jugendherberge und wieder andere gingen noch Bowlen. Gegen 20 Uhr ging es dann ins Berchtesgadener Zentrum, um eine Bar zu erkunden. Da die erste Bar erst ab 18 war und ein Großteil der Gruppe erst 17 war, schien der Abend schon gelaufen, als wir durch Zufall auf eine Bar stießen, in welche wir gehen durften. In dieser Bar gab es eine Vielfalt an Getränken und gratis Billard, von beidem wurde ausgiebig Gebrauch gemacht.

Der letzte Morgen unserer Kursfahrt begann für die meisten schon um 6 Uhr morgens, denn wir wollten gegen 9 Uhr abreisen und es mussten noch Koffer gepackt und Zimmer geputzt werden. Um 9 Uhr begann dann pünktlich die Heimreise. Nach fast 10 Stunden mit zwei Pausen waren wir dann endlich wieder in Saarburg.


Aussichten von Umgebung der Jugendherberge
Bildquellen:
Alle Bilder wurden von Louis Berger gemacht und enthalten keine Darstellungen geschützter Inhalte.
Originaler Autor: Louis Berger


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