Obwohl du dir vielleicht vorgenommen hast, einen produktiven Tag zu haben, bist du trotzdem auf verschiedenen Social Media Seiten gelandet und hast nichts hinbekommen?
Warum passiert uns allen das so oft? Wieso ist es so schwer, einfach unser Handy oder unseren Computer auszuschalten und produktiv zu sein?
Das Erste, nach dem wir greifen, wenn wir aufstehen, ist unser Handy, ob es nur darum geht, Nachrichten zu antworten oder einfach sinnlos herumzuscrollen. Es ist ein fest eingebetteter Bestandteil unseres Lebens geworden, ohne den man heutzutage verloren ist.
Das Internet ist, auch wenn wir es nicht zugegeben wollen, absurd suchterregend, man findet dort alles, was man sich nur vorstellen kann. Doch wenn man einmal der Versuchung nachgibt, ist man in einer Endlosschleife von Videomaterial und – oft unnützen – Informationen gefangen.
Denn alle innovativen Erfindungen bringen nicht nur Vorteile mit sich, sondern auch Nachteile, die jedoch oft vernachlässigt oder verharmlost werden.
Das Problem daran ist jedoch, welche Auswirkungen es auf uns hat.
Ein Buch zu lesen oder sich ein ganzes Album anzuhören, sowie auch für einen längeren Zeitraum konzentriert Hausaufgaben zu machen, fällt wesentlich schwerer, als es mal war.
Das ist die Folge unserer kurzen Aufmerksamkeitsspanne.
Natürlich kann dies auch ein Effekt anderer Dinge in unserem Leben sein, doch ist die auftretende Häufigkeit, mit der es passiert, und die Anzahl der Betroffenen nicht mehr zu verneinen.
Einhergehend mit dem Wandel des Internets und unseres Umgangs damit, sowie der Wichtigkeit, die es nun erreicht hat, hat sich auch unser Verhalten mitentwickelt. Unsere Aufmerksamkeitsspanne wurde nachhaltig geschädigt, denn wir sind gewohnt, stimulierende Inhalte zu konsumieren und sofort mit einem befriedigenden Gefühl belohnt zu werden. Sobald wir dieses Gefühl nicht erhalten, wirkt es ähnlich wie eine Sucht, wir fangen an, uns danach zu sehnen. Das Buch wird langweilig, die Hausaufgaben zu schwer, das Denken zu anstrengend und wir greifen auf Mittelmäßigkeit zurück, die uns sofort mit einem Vergnügungsgefühl beliefert. So kommt es dazu, dass wir stundenlang durch kurze, aber dennoch fesselnde Videos scrollen, anstatt uns mit etwas Wichtigem zu befassen.
Laut der Studie „Accelerating dynamics of collective attention“, die in der Fachzeitschrift „nature communications“ veröffentlicht wurde, liegt der Grund für die verkürzte Aufmerksamkeitsspanne daran, dass aufgrund der Informationsflut mehr Themen in den gleichen Zeitintervallen verdrängt werden, es wird also immer schwerer all diese Informationen aufzunehmen.
Studie : Accelerating dynamics of collective attention | Nature Communications
Grafik: https://picryl.com/de/media/recent-studies-have-shown-that-heavy-social-media-use-3f61e9
Originaler Autor: Iulia Mihalca


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